Warum Muskelkater nicht dein Ziel sein sollte

katja.wesnerEMSLeave a Comment

„Wenn ich keinen Muskelkater nach dem Training habe, dann habe ich nicht richtig trainiert!“

 

Dieser Satz taucht immer wieder auf und scheint fest in den Köpfen vieler Trainierender verankert zu sein. Denn obwohl wir fast überall lesen können, dass Muskelkater kein Zeichen für den Trainingserfolg ist, scheinen sich viele regelrecht danach zu sehnen.

 

Nachvollziehbar, möchte wir doch am liebsten direkt den Erfolg spüren. Und um eins klarzustellen: gegen ein Ermüdungsgefühl oder eine leichte Steifigkeit der Muskulatur nach dem Training ist absolut nichts einzuwenden! Ein Muskelkater der richtig schmerzt und uns im Alltag stark beschäftigt sollte nicht unser dauerhaftes Ziel sein, da er letztlich nur ein Zeichen dafür ist, dass das Training für unseren aktuellen Trainingszustand zu intensiv war.

 

Ein gutes Training zeichnet sich durch eine gesunde Trainingssteuerung aus, bei der die Intensität nach und nach gesteigert wird. Gelingt dies, tritt kaum Muskelkater und trotzdem großer Erfolg auf. Wichtig ist, dass man dran bleibt und dem Trainer vertraut. So kann das Training stetig intensiver und auf eine gesunde Art und Weise erfolgreicher werden.

 

Hin und wieder kann es trotzdem zu Muskelkater kommen, da eine genaue Steuerung bei so intensivem Training wie EMS nicht perfekt möglich ist. Das ist dann auch nicht schlimm. Doch wer gerade mit dem Training beginnt, sollte sich nicht von übertriebenem Ehrgeiz leiten lassen. EMS stellt eine hochintensive Belastung dar und darf nicht unterschätzt werden. Die Impulshöhe und die Trainingsintensität MÜSSEN erstmal vorsichtig gewählt werden, damit es zu keiner Überlastung kommt.

 

Um bei längerem Training die Intensität zu erhöhen, sollten wir nicht ausschließlich auf die Erhöhung des Impulses fixiert sein. Vielmehr sollten die Übungen erschwert werden, denn der Impuls des EMS ist nur ein Hilfsmittel und nicht das eigentliche Training. Das bedeutet dann: immer Grundspannung halten und Übungen einbauen, die zunehmend mehr eigene Körperspannung erfordern.

 

Wenn wir intensiv trainieren, haben wir in der Regel nach einiger Zeit sogar unser persönliches Impuls-Maxiumum erreicht. Wollen wir dann immer mehr Impuls und versuchen unter Schmerzen diesen irgendwie auszuhalten, werden wir irgendwann daran scheitern. Jeder von uns sollte seine eigenen Grenzen kennen und akzeptieren. Unter zu starkem Impuls sind kontrollierte Bewegungen nicht mehr weiter möglich und so verliert das EMS-Training trotz höherem Impuls seine Effektivität.

 

Mit steigendem Fitnesslevel kann es sogar sein, dass die maximale Impulshöhe abnimmt, da mit der Trainingserfahrung auch unser Körpergefühl steigt und die Fähigkeit, Muskulatur ganz willentlich anzusteuern. Das Abnehmen der Impulsstärke liegt dann daran, dass wir bei einer stärkeren Körperanspannung nicht mehr so viel Impuls benötigen, um die maximale Anspannung eines Muskels zu erreichen.

 

Auch wenn es vielleicht schwierig sein mag zu akzeptieren: eine geringere Impulsstärke und kein Muskelkater sind keine Faktoren, die einen Trainingserfolg verhindern. Im Gegenteil: Dieser ist und bleibt bei intensivem Training hoch!

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